Das REK am Saalebogen beinhaltet Zielstellungen für die Handlungsfelder Daseinsvorsorge, Siedlungsentwicklung, Mobilität, Tourismus, Naherholung und Kultur sowie Wirtschaft. Darüber hinaus werden in den Querschnittsthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Interkommunale Kooperation untenstehende übergeordnete Ziele verfolgt. Die Zielebene des REK am Saalebogen ist offen gestaltet, um im Verlauf des Umsetzungszeitraums weitere Projekte entsprechend der Ziele ergänzen zu können.

Daseinsvorsorge

Schwerpunkt Daseinsvorsorge

Erhalt und Ausbau zentraler Funktionen der Städte und des gemeinsamen Status als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums

  • Städtedreieck als Versorgungszentrum von überregionaler Bedeutung erhalten und weiterentwickeln
  • höherwertige Angebote von Einzelhandel, Dienstleistung und als Verkehrsknoten sowie Bildung, Gesundheit, Kultur, Freizeit für regionale Versorgung ausbauen
  • Erreichbarkeit der Angebote durch ÖPNV sichern und Flexibilisierung der Angebote (Bsp. Rufbus) ausbauen
  • Entwicklung mobiler und dezentraler Angebot wo Erreichbarkeit der zentralen Versorgungsstrukturen unzureichend

Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Entwicklung und Vernetzung von Begegnungs-, Betreuungs- und Pflegeangebote für Bevölkerungsgruppen mit entsprechendem Bedarf

  • Starke Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit durch Vernetzung und Kooperation kommunaler Angebote mit Vereinsarbeit
  • Outdoor Spiel- und Bewegungsräume für Kinder grundsätzlich in die Gestaltung von Siedlungs- und Freiräumen integrieren

Siedlungsentwicklung

Schwerpunkt Siedlungsentwicklung

Verfolgung einer gemeinsamen Strategie der Siedlungsflächenentwicklung nach gemeinsamen Grundsätzen

  • Kooperative Bauleitplanung auf Grundlage informeller Abstimmung die über das formale Planverfahren hinaus geht
  • Gemeinsame Strategie zum Umgang mit dem prognostizierten Wohnraumüberschuss bis 2035 in der Kernstadt Bad Blankenburg sowie den dörflichen Ortsteilen aller Städte
  • Erhalt der charakteristischen Mischnutzung aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen in den Stadtzentren

Stärkung der Innenentwicklung und Nachnutzung bestehender Bausubstanz

  • Abgestimmte Konzentration der Wohnbautätigkeit auf ausgewählte Ortsteile mit Entwicklungspotenzial
  • Aufbau von Monitoring- und Sanierungsstrategie für zentrale öffentliche Räume (auch der ländlichen Ortsteile) als grundlegende Voraussetzung der Innenentwicklung
  • Auflegen eines kommunal übergreifenden Innenentwicklungsfonds (KIF) zur
    • Aktiven Unterstützung der Nutzung von Leerständen und Baulücken
    • Unterstützung der energetischen Sanierung des Altbaubestandes
  • Entwicklung einer regionalen Strategie für Baukultur für qualitativ hochwertiges Bauen und Sanieren

Mobilität

Schwerpunkt Mobilitaet

Erhalt und Verbesserung der Anbindung der Region an den schienengebundenen Verkehr

  • Verbesserung und Optimierung der Taktung des regionalen Mobilitätsangebotes (ÖPNV)
  • Verbesserung von P+R Systemen im öffentlichen Nahverkehr

Verbesserung der Anbindung der Region an das überregionale Straßenverkehrsnetz

  • Ausbau der B281 einschließlich Ortsumgehungen zur Verbesserung der Anbindung an die A9
  • Ausbau der B85 und B88 zur Verbesserung der Anbindung an die A4

Nutzung neuer Ansätze zur Verbesserung von Mobilitätsangeboten (Sharing-Modelle, Wasserstoff, Elektromobilität)

  • Entwicklung der infrastrukturellen Voraussetzungen für die verstärkte Nutzung von Sharing-Angeboten (z.B. Mobilitätsstationen, E-Bikes)
  • Ausbau von Elektromobilität und CO2-neutralen Antriebsarten im kommunalen Fuhrpark sowie Aufbau entsprechender Infrastrukturen für den Individualverkehr
  • Schaffung der Voraussetzungen zur Erprobung und Einsatz von alternativen Antrieben (bspw. Wasserstofftechnik) im ÖPNV gemeinsam mit den kommunalen Verkehrsträgern

Region des Städtedreiecks als Radregion für Alltags- wie touristischen Radverkehr entwickeln und bekannt machen

  • Gemeinsames Radverkehrskonzept und Förderprojekt für (Alltags-) Radverkehr zum Ausbau eines flächendeckenden Radwegenetzes und ergänzender Infrastrukturen (Abstellanlagen, Werkstatt-Stationen, Lademöglichen für eBikes an Abstellpunkten, etc.)
  • Verknüpfung des Radverkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Ausbau von Radschnellwegen zwischen den Städten und innerhalb der Städte des Städtedreiecks

Tourismus, Naherholung und Kultur

Schwerpunkt Tourismus

Aufbau einer gemeinsamen Organisationsstruktur für die touristische Entwicklung und Vermarktung

  • Gemeinsame strategische Entwicklung und Vermarktung der bestehenden kulturellen und touristischen Potenziale
  • Vermeidung von Doppelarbeiten durch effiziente und verbindliche Aufgabenteilung (Tourismusstrategie TH 2025)
  • Chance auf Förderung und die Ausschöpfung möglicher Finanzierungsquellen durch die Entwicklung regionaler Projekte erhöhen

Vernetzung und Digitalisierung der touristischen Organisationsstruktur

  • Digitalisierung der Arbeitsprozesse, gemeinsame Datenhaltung
  • Nutzung einer gemeinsamen digitalen Vermarktungsplattform
  • Kooperation mit regionalen Akteuren und Leistungsträger auf Grundlage digitaler Vernetzung

Sicherung und Ausbau touristischer Rad-, Wander- und Wasserwanderinfrastruktur

  • Stärkere Vernetzung der überregionalen Radrouten mit den Innerstädtischen Radnetzen, Anbindung touristischer Zielorte und besucherfreundlicher Ausbau der Infrastruktur
  • Optimierung der Wanderinfrastruktur, durch Themenrouten und gastronomische Angebote
  • Zielgruppengerechte Optimierung vorhandener Wasserwander -Infrastruktur unter Erhaltung des Natürlichkeitsgrades der Flusslandschaften (Wassertourismuskonzept TH)
  • Vernetzung der touristischen Angebote des Städtedreiecks mit dem Thüringer Meer

Überregionale Ausstrahlung und Attraktivität durch die Ansiedlung neuer Leitinvestitionen (Gastgewerbe und Freizeiteinrichtungen sowie Veranstaltungen) (Tourismusstrategie TH 2025)

Wirtschaft

Schwerpunkt Wirtschaft

Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bezüglich einer gemeinsamen Vermarktung und Stärkung des Städtedreiecks

  • gemeinsame Abstimmung größerer flächenhafter Entwicklungen
  • gemeinsame Stärkung Branchenschwerpunkten, Handwerk und Mittelstand
  • Ausbau der Arbeit des Gründerzentrums, Stärkung des Innovationsgedankens und Unterstützung von Start-Ups
  • Strategische und projektbezogene Zusammenarbeit zur Verbesserung von weichen Standortfaktoren und Infrastruktur

Weiterentwicklung des Tourismus als wichtige Säule der Wirtschaft

  • Stärkung der Wertschöpfung im Tourismus durch Vernetzung der Angebote
  • Schärfen des regionalen Profils, insbes. Ausbau der Möglichkeiten des Wasser- und Gesundheitstourismus
  • Ausbau der Kooperation mit benachbarten Tourismusdestinationen

Ausbau von Kooperationen zwischen Forschungs-/Bildungseinrichtungen mit Wirtschaft im Städtedreieck

  • Sicherung von Fachkräften und Anregung von Innovationen
  • Förderung von Projekten und Kooperation zwischen Unternehmen örtlicher Branchenschwerpunkten, Handwerk und Mittelstand mit umliegenden Bildungseinrichtungen
  • Nutzung von Synergien und Zusammenarbeit mit Hochschuleinrichtungen zur Weiterentwicklung des Profils als Gesundheitsregion

Starten eines Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsprozess in Richtung Smart-City „Smartes Dreieck am Saalebogen“

  • Aufbau einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie in den Bereichen
  • Nutzung digitaler Technologien auf dem Weg zur nachhaltigen und klimagerechten Region
  • Strategische Verknüpfung der Themen Energie und Digitales
  • Aufbau nachhaltiger Energieerzeugung und -speicherung in regionaler Wertschöpfung sowie Ausbau der Sektorenkopplung Energie-Wärme-Mobilität
  • Aufbau von Managementstrukturen für die Prozessbegleitung und Koordination der Akteure
  • Unterstützung von Einzelhandel, Start-Ups und Neugründungen bei der Digitalisierung

Querschnittsthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Interkommunale Kooperation

Querschnittsthemen orange

Nachhaltigkeit

  • Ausbau des Angebotes an regenerativen Energien
  • Verbesserung der Widerstandsfähigkeit (Klimaresilienz) der Städte gegen den Klimawandel
  • Stärkung der Biodiversität

Digitalisierung

  • Aufbau einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie in der Städtekooperation
  • Etablierung eines geförderten Modellprojekts zu Smart City bzw. Smart Region

Interkommunale Kooperation

  • Überführung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft in eine Organisationsform mit rechtlicher Verbindlichkeit
  • Etablierung bzw. Nutzung ausgewählter gemeinsamer Organisationsstrukturen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Planungs- und Verwaltungsdienstleistungen, Bau und Verwaltung kommunaler Wohnungen, Tourismus und Energieversorgung