Das "Städtedreieck am Saalebogen" umfasst die Städte Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg in Südostthüringen. Die Region zählt etwa 55.000 Einwohner und gehört zu den schönsten Landesteilen Thüringens. Das Städtedreieck befindet sich rund 40 km südlich der Thüringer Städtereihe Eisenach-Gotha-Erfurt-Weimar-Jena-Gera. Es liegt am Übergang von der Oberen zur mittleren Saale, eingebettet in die waldreichen Ausläufer des Thüringer Schiefergebirges.

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Pressemitteilung vom 06.08.2021 - Einladung zum REK-Bürgerforum

Moderation

Das gemeinsame Entwicklungskonzept (REK) der Städte im Dreiklang – Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg – tritt in die entscheidende Phase der Projektentwicklung ein. Die Bürgermeister im Städtedreieck laden daher alle Interessierten ein, sich im Rahmen eines Bürgerforums an der Planung zu beteiligen.

Das Bürgerforum findet am 09.09.2021, um 17:00 Uhr in der Stadthalle Bad Blankenburg statt. Zur Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Voranmeldung unter ideen@stadt-saalfeld.de bis zum 02.09.2021 notwendig. Bei Rückfragen melden Sie Sich gerne beim betreuenden Planungsbüro IPU GmbH (Tel. 0361 600 200 50).

Seit Juni letzten Jahres befassen sich die Dreiklang-Städte mit Fragen der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung ihrer Region. Wegen der Covid19-Pandemie fand die bisherige Bürgerbeteiligung auf der Online-Plattform dreiklang.ipu-mitmachen.de statt. Alle Inhalte der Planung sowie die vielfältigen bisherigen Bürgerbeiträge sind weiterhin online. Aufbauend auf den guten Ergebnissen der Onlinebeteiligung wird nun ein Bürgerforum als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Im Rahmen dessen werden vier ausgewählte Leitprojekte diskutiert und anhand nachfolgender Fragestellungen weiterentwickelt.

1. Radverkehr für Alltag und Tourismus

  • Wie kann die Nutzung des Fahrrads für Alltagsfahrten verbessert werden?
  • Wo bestehen Lücken im Radwegenetz innerhalb der Städte?
  • Welche touristischen Ziele sind noch nicht mit Radwegen erschlossen?

2. Umsetzung von Maßnahmen der Landesgartenschau

  • Welche Themen sollen Schwerpunkte der Natur- und Umweltbildung sein?
  • Welche Zielgruppen stehen im Fokus?
  • Wie können sich Bürger / Bürgerinitiativen beteiligen?

3. Kultur und Tourismus verbindet

  • Welche Kultur- und Freizeitangebote sollten regional organisiert werden?
  • Wie kann die Wahrnehmung dieser Angebote von Bürgern und Touristen verbessert werden?

4. Wirtschaftsstandort für die Zukunft

  • Wie wird der Wirtschaftsstandort Saalebogen wahrgenommen?
  • Welche weichen Standortfaktoren müssen zur Stärkung des Standorts entwickelt werden?
  • Wie kann die Fachkräftesicherung /-gewinnung gestärkt werden?

Im Nachgang an das Bürgerforum startet am 17.09.2021 die dritte Phase der Onlinebeteiligung auf dreiklang.ipu-mitmachen.de. Dort werden die vier Leitprojekte weiterführend diskutiert und bewertet.

Das Bürgerforum wird unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt.

Pressemitteilung vom 11.11.2020 - Regionalentwicklung online statt offline

Dreiklang Michael Wirkner

Städtedreieck plant um: Öffentliche Beteiligung zum Regionalentwicklungskonzept auf Online-Plattform

Der Dreiklang steckt fest. Besser gesagt hängt aktuell die Fortschreibung des Regionalentwicklungskonzeptes (REK) in der Analysephase fest. Seit Juni dieses Jahres befassen sich Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Bad Blankenburg als „Städtedreieck am Saalebogen“ mit der Neuaufstellung des regionalen Entwicklungskonzepts. Wegen der Covid19-Pandemie kommt allerdings die öffentliche Beteiligung nicht in Gang. Obwohl das ursprünglich geplante öffentliche Stadtforum zur Beteiligung der Bürger am Planungsprozess frühzeitig auf eine Veranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl und Voranmeldung reduziert wurde, kann selbst diese Variante nicht wie geplant stattfinden. Im Zuge der Bemühungen von Bund und Ländern, die Infektionsdynamik der Pandemie zu unterbrechen, stehen auch die für Februar und April 2021 geplanten Regionalforen in den Sternen.

Trotzdem wollen die Dreiklangstädte den Planungsprozess weiter vorantreiben und dabei nicht auf die Beteiligung der Bürger verzichten. „Die regionale Entwicklung im Saalebogen soll durch die Pandemie nicht ins Stocken geraten. Die Lösung des Problems bietet das mit der Planung betraute Erfurter Büro IPU, das, angetrieben durch die seit diesem Frühjahr vielfach ausfallenden Veranstaltungen, die Nutzung einer Online-Plattform in seine Planungsprozesse integriert hat“, erläutert Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania.

Die digitale Plattform bietet einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich an der Planung zu beteiligen und über die Ergebnisse zu informieren. Voraussetzung ist lediglich ein Browser mit Internetzugang. Der nächste Schritt ist eine Anmeldung auf „dreiklang.ipu-mitmachen.de“. Anschließend erhalten Interessierte Informationen und können Erfahrungen, Vorschläge sowie Kommentare zum Planungsprozess beitragen.

Die Plattform wird am 23. November freigeschaltet.

Ziel der ersten Nutzungsphase ist es, Stärken, Schwächen und Entwicklungschancen der beteiligten Städte aufzudecken und Schwerpunkte für die weitere Planung festzulegen. Weitere Planungsphasen zur Konkretisierung von Zielen und Entwicklung von Projekten folgen im nächsten Jahr analog der geplanten Regionalforen.

„Wir setzen mit der digitalen Offensive auf eine bessere Information der Öffentlichkeit über Inhalte und Ergebnisse der Planung, aber auch auf eine stärkere Einbeziehung von Bevölkerungsgruppen, die mit den klassischen Planungssitzungen nicht oder nur schwer erreicht werden“, bedeutet Jörg Reichl, Bürgermeister der Stadt Rudolstadt. „In jedem Fall ist gemeinsame digitale Planung für alle Beteiligten eine neue Erfahrung, die im Ergebnis unstreitig Grundlage der regionalen Entwicklung der nächsten 10 Jahren sein wird“, sagt Bad Blankenburgs Bürgermeister Mike George.

Text: Christopher Mielke, Stadtverwaltung Saalfeld/Saale

Pressemitteilung vom 11.06.2020 - Das Städtedreieck aktualisiert die Kooperationsgrundlagen

Anlaufberatung Regionalmanagement Michael Wirkner

Schon seit vielen Jahren arbeiten Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg eng zusammen und machen vor, dass eine Städtekooperation durchaus eine Alternative zur Städtefusion darstellen kann. Doch die Grundlage der Kooperation, das Konzept für eine gemeinsame Entwicklung, ist in die Jahre gekommen. Das dem Kooperationsvertrag zugrundeliegende Entwicklungskonzept stammt aus dem Jahr 1996 und wurde letztmals Anfang des Jahrtausends aktualisiert.

Seitdem hat sich jede Menge geändert. Der Strukturbruch nach der Wende kann nach dreißig Jahren als weitgehend abgeschlossen angesehen werden. Heute ergeben sich neue Herausforderungen zum Beispiel durch den demografischen Wandel, die Digitalisierung oder die energetische Erneuerung. Auch der räumliche Zuschnitt des Städtedreiecks am Saalebogen hat sich erheblich verändert. Im Zuge der kommunalen Neugliederung hat sich die Fläche der drei Städte insgesamt mehr als verdoppelt und ein überwiegend ländlich geprägtes Umland ist hinzugekommen. Nicht zuletzt die formelle Art der Kooperation, die Kommunale Arbeitsgemeinschaft, wird der zunehmenden Komplexität der Verwaltungsaufgaben und dem stetig steigenden Kostendruck immer weniger gerecht.

„Es war höchste Zeit, die inhaltlichen Grundlagen der bewährten Städtekooperation zu aktualisieren“, so Mike George, Bürgermeister aus Bad Blankenburg und im letzten Jahr Sprecher des Städteverbundes. Unter seiner Ägide wurde das Projekt einer Aktualisierung des Regionalen Entwicklungskonzeptes in Angriff genommen und die bürokratischen Mühlen in Bewegung gesetzt. Das hieß vor allem Beantragung von Fördermitteln zur Finanzierung der Bearbeitungskosten und Durchführung eines formellen Verfahrens zur Auftragsvergabe. Beides konnte jetzt abgeschlossen werden. „Inzwischen hat das für die Regionalentwicklung zuständige Infrastrukturministerium Fördermittel bereitgestellt und das Landesverwaltungsamt eine Zuwendung über 95.000 Euro bewilligt“, bestätigt Dr. Steffen Kania, Bürgermeister aus Saalfeld und aktuell Sprecher des Städteverbundes.

Die Bearbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes wird das Büro IPU aus Erfurt zusammen mit dem Büro PLANWERK aus Nürnberg übernehmen. Am 11. Juni fand die Anlaufberatung als Startschuss für die Bearbeitung der Konzeption im Rathaus in Rudolstadt statt. Frank Neumann, Geschäftsführer von IPU, und Tobias Preising, Stadt- und Regionalplaner von PLANWERK, haben die Vorgehensweise erläutert, die auch darauf abzielt, eine breite Öffentlichkeit einzubeziehen. „Um diese Ideen und Anregungen aufzugreifen, werden ein Stadtforum sowie zwei Regionalforen mit Bürgern und Interessierten durchgeführt“, stellte Frank Neumann dar. Die Bearbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes wird einige Monate in Anspruch nehmen und Ende des ersten Quartals 2021 abgeschlossen sein, so die Zeitplanung von IPU und PLANWERK. Projektleiterin Sigrun Palinske stellte die ersten Verfahrensschritte vor und beschrieb erste Vorüberlegungen für inhaltliche Schwerpunkte der Konzepterstellung.

Als Gastgeber der Anlaufberatung hob Jörg Reichl, Bürgermeister der Stadt Rudolstadt, die Mitwirkung der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) hervor, die seit Jahren die Städtekooperation betreut und sowohl am Förderantragsverfahren als auch an der Auswahl der Planer maßgeblich beteiligt war. Jörg Reichl: „Der Dank des Städteverbundes gilt nicht nur dem Infrastrukturministerium, das durch die Bereitstellung von Fördermitteln die Finanzierung der Kosten ermöglicht hat, sondern auch der LEG für ihren Beitrag zum erfolgreichen Abschluss der bürokratischen Verfahren im Vorfeld“. Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG, nutzte ihre Teilnahme an der Anlaufberatung in Rudolstadt, um den drei Städten sowie den beiden Büros die volle Unterstützung der LEG bei der Bearbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes zuzusichern.

Text: Dr. Reinhard Scholland, LEG Thüringen